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Buch/Niederstetten. Soldaten von der ersten Staffel des Transporthubschrauberregiments 30 aus Niederstetten waren zur Weiterbildung zum Thema Kriegsgräberfürsorge an der Gedenkstätte im Ahornwald und am Soldatenfriedhof in Buch. In den letzten Kriegstagen sind 1945 im Ahornwald 26 blutjunge Soldaten einen sinnlosen Tod gestorben. An diesem denkwürdigen Ort trafen sich jetzt Soldaten aus Niederstetten im Rahmen der politischen Bildung. Ausbildungsinhalt war die gemeinsame Verpflichtung von Bundeswehr und Volksbund für die Kriegsgräberfürsorge. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Bundeswehr wirken für das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt schon immer eng zusammen. Der Volksbund hat eigens „Bundeswehrbeauftragte“ berufen. In der Truppe gelten „Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege in der Bundeswehr.“ Oberstleutnant a.D. Christoph Schwarz, Beauftragter für die Bundeswehr in Baden-Württemberg, hatte die erste Staffel des Transporthubschrauberregiments 30 am Morgen in Niederstetten über den Volksbund und die Kriegsgräberfürsorge unterrichtet. Die Gedenkstätte im Ahornwald war anschließend ein gutes Beispiel für aktives Engagement als Zeichen gegen Krieg und Gewalt. Das Mahnmal wurde 1970 mit Unterstützung des Volksbundes von den damaligen Gemeinden Buch am Ahorn und Heckfeld errichtet. An der Kranzniederlegung nahm auch Ludwig Schön aus Hardheim teil, dessen Großcousin unter den Gefallenen im Ahornwald war. Major d.R. Peter Kernwein, Vorsitzender im Ortsverein Ahorn des Volksbundes, war der ideale Referent für die Schilderung der Tragödie im Heckfelder Ahorn am Ostersamstag, 31. März 1945. Der frühere Ortsvorsteher hat viele Informationen über die historischen Ereignisse bei Kriegsende gesammelt und war mit Überlebenden persönlich bekannt. Sichtlich betroffen hörten die Heeresflieger zu, als Peter Kernwein mit Bildtafeln vom ungleichen Kampf der 34 Infanteristen erzählte: Von Theo Weichenberger, den sein Messbuch in der Uniformtasche gerettet hat als ihn eine Kugel traf. Von Feldwebel König der noch gerufen hatte „Buben ergebt euch“. Von Pfarrer Müller, der sich am Ostersonntag um die Bergung der Gefallenen gekümmert hat, die am Abend des Ostermontags in Buch bestattet wurden. Der Soldatenfriedhof in Buch war die zweite Station der Weiterbildungsmaßnahme. Vorher gab’s an den Windrädern Mittagsverpflegung. „Sie starben in der Blüte der Jugend“ steht auf der Platte des Soldatengrabes, wo heute noch 20 der jungen Reserveoffiziersanwärter ruhen. Einige waren erst 17. Sechs Gefallene waren nach dem Krieg in ihre Heimat überführt worden. Die Kameraden aus Niederstetten legten auch am Soldatengrab einen Kranz nieder und einer trug das offizielle Totengedenken des Volksbundes vor. Zur Abschlussbesprechung mit Staffeleinsatzoffizier Steffen Mika kam noch Bürgermeister Elmar Haas und freute sich über die Motivation der Soldaten. cs |
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Diese Gedenkstätte befindet sich an der Stelle, an der in den letzten |
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